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Parkinson -Info 2

 

 

Welche Symptome sind typisch für die

Parkinsonkrankheit

Ihr Freund erwartet Verständnis für seine Beschwerden, deshalb sollten Sie die typischen Symptome des Parkinsonpatienten kennen. Das Wissen um diese Symptome, die zwar nicht unbedingt immer und nicht unbedingt in gleichmäßiger Stärke auftreten, zeigt die Ansatzpunkte für unsere beratende Hilfe gegenüber dem Patienten.

Bitte verstehen Sie, wenn wir an dieser Stelle Hilfsmaßnahmen allerdings nicht im Detail beschreiben können.

Diese Broschüre kann Ihnen nur zeigen, daß etwas - und was getan werden kann. Sie erhebt nicht den Anspruch, im Detail zu informieren.

In dieser Informationsreihe erscheinen drei weitere, für den Patienten bestimmte Broschüren, dem jeweiligen Krankheitsbild angepaßt. Am besten bitten Sie Ihren Freund, Ihnen die von ihm genutzte Broschüre zu Ihrer Information zu überlassen, dann können Sie sich individuell besser auf seine Bedürfnisse einstellen. - Was können Sie tun.

Beobachten Sie Art und Ausprägung der Symptome bei Ihrem Freund und versuchen Sie, daran anknüpfend mit ihm über vorbeugende und unterstützende Maßnahmen zu sprechen.

Die ersten Beschwerden treten bei einer beginnenden Parkinsonkrankheit oft im Nacken und im Lendenwirbelbereich auf. Der Patient klagt über diffuse Rückenbeschwerden - wenig typisch, weil jeder Gesunde ab und zu ebenfalls darüber klagen kann.

Typisch für das Krankheitsbild sind 2 Beobachtungen, auf die Sie achten sollten:

Die Schrift des Patienten wird kleiner, • der Patient spricht leiser.

Unabhängig davon treten Beschwerden beim Gehen aut auch das beim Gehen normalerweise automatische Mitpendeln der Arme ist gestört.

Oft gehen diesen schon recht ausgeprägten und typischen Symptomen leichte Ermüdbarkeit und depressive Verstimmungen voraus.

Sind bei Ihrem Freund bestimmte Symptome schon sehr stark ausgeprägt, ohne daß er bisher daraus irgendwelche Konsequenzen gezogen hat, suchen Sie mit ihm gemeinsam nach Lösungen. Anleitungen dazu und

Vorschläge finden Sie in Heft 2 und 3 dieser Serie. -

Es gibt eine Grundregel, die Sie präzise beachten sollten:

Bestimmen Sie niemals über den Kopf des Patienten hinweg, was Sie zu tun für richtig und notwendig halten.

Sprechen Sie mit ihm zunächst nur über Ihre eigenen Wahrnehmungen, und fragen Sie ihn, ob er mit Ihnen über Lösungsvorschläge sprechen möchte.

Nun zu den weiteren typischen Symptomen:

Akinese

Darunter versteht man die Verlangsamung beim Gehen: Die Schritte werden kürzer, manchmal schlürfend. Die Arme pendeln vermindert oder gar nicht mehr mit. Der Patient legt die Arme leicht angewinkelt am Körper an.

Dem Patienten fällt es oft schwer, mit dem Gehen überhaupt zu beginnen. Umgekehrt kann auch das Stoppen der Gehbewegung schwerfallen, manchmal stürzt der Patient vorne über.

Mimik

Alle mimischen Reaktionen treten vermindert und reduziert auf.

Sprache

Parkinsonpatienten sprechen meist etwas leiser, ohne es selbst zu merken. Ihre Sprache klingt monoton.

Rigor

Mit Rigor bezeichnet man die beim Parkinsonpatienten typisch auftretenden Muskelverspannungen: Die Bewegungen der Arme und Beine erfolgen leicht ruckartig, so, als müsse bei jeder Bewegung ein gewisser Widerstand überwunden werden!

Tremor

Wie schon angedeutet: Einerseits ist das Zittern typisch für die Parkinsonkrankheit, andererseits kann Zittern auch andere Ursachen haben. Das Symptom ist trotzdem insofern wichtig, weil es stets gleich am Anfang der

Krankheit auftritt. Trotzdem: Bei 10 % der Parkinsonpatienten tritt überhaupt kein Zittern auf.

Wichtig: Zittern tritt beim Parkinsonpatienten nicht während der Bewegung auf, sondern im Ruhezustand. Jeder sieht es, was dem Patienten verständlicherweise sehr unangenehm sein kann. Er empfindet es als lästig. Die Bewegungsmöglichkeit des Patienten wird damit im allgemeinen jedoch nicht eingeschränkt, weil dieses Zittern eben nur in Ruhestellung auftritt.

Dies muß allerdings nicht so sein, und es kann ein Tremor tatsächlich auch bei bestimmten Tätigkeiten oder dann auftreten, wenn der Patient irgendetwas in der Hand hält.

Psychische Veränderungen

Parallel mit der Verlangsamung der Bewegungen können im fortgeschrittenen Stadium auch Denkabläufe verzögert werden. Die Denkfähigkeit ist jedoch grundsätzlich nicht eingeschränkt. Der Patient braucht ein wenig länger, um sich auf eine plötzlich auftretende Veränderung umzustellen.

Erste Zeichen einer Parkinson-Erkrankung sind oft depressive Verstimmungen.

Vegetative Symptome

Vegetative Symptome können auftreten, müssen jedoch nicht. Sie können sich als Schweißausbrüche, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, als Potenzstörungen, Verstopfung oder auch als Talgabsonderungen auf der Haut äußern.


Posted: 01:05, 30.10.2006
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Parkinson -Info 1

 

Die parkinsonsche Krankheit

1.1 Was passiert im Gehirn?

Das Gehirn besteht aus vielen Milliarden Nervenzellen. Diese Nervenzellen stehen mit anderen Zellen durch Nervenfasern in enger Verbindung, um Informationen auszutauschen. Am Nervenfaserende, wo die Informationsübermittlung stattfindet, sind die Nerven durch einen kleinen Spalt voneinander getrennt

Über diesen Spalt hinweg wird die Information durch Botenstoffe übertragen. Diese Botenstoffe (wie z. B. Dopamin, Acetylcholin oder Glutamat) werden von einem Nervenende ausgeschüttet, an KontaktsteIlen auf der gegenüberliegenden Seite aufgenommen und als Impuls weitergeleitet.

Die Botenstoffe regeln u. a. auch den flüssigen Bewegungsablauf. Dabei müssen sie in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. So muss der Botenstoff Dopamin im Gleichgewicht mit den Botenstoffen Acetylcholin und Glutamat stehen, um geregelte Bewegungen des Körpers sicherzustellen

Bei der parkinsonschen Krankheit kommt es nach und nach zu einer Rückbildung der Nervenzellen, die das Dopamin bilden. Diese Nervenzellen, die aufgrund ihrer Farbe "Substantia nigra" genannt werden (zu deutsch

"schwarze Substanz"), liegen in der Tiefe des Gehirns

Seit den 1960er-Jahren weiß man, dass ein Mangel des Botenstoffes Dopamin für die Entstehung der parkinsonsehen Krankheit verantwortlich ist. Die Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat erlangen ein Übergewicht . Da aber das ausgewogene Gleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe einen koordinierten Bewegungsablauf sicherstellt, wird die Beweglichkeit durch das entstandene Ungleichgewicht verändert. Ein gestörter Bewegungsablauf gehört zu den typischen Symptomen der parkinsonschen Krankheit. Durch ver- . schiedene Medikamente ist es heutzutage jedoch möglich, dieses Ungleichgewicht der Botenstoffe auszuglei-

chen und somit die natürliche Beweglichkeit weitgehend wieder herzustellen.

1.2 Ursachen

Die Ursachen der parkinsonschen Krankheit sind trotz intensiver Forschung nicht eindeutig geklärt. Nach derzeitigem Wissen kommen für das Entstehen der Erkrankung verschiedene Faktoren in Betracht:

Umweltgifte

Es wurden in den letzten Jahren Substanzen entdeckt, die bei Tierexperimenten ein Krankheitsbild auslösten, das der parkinsonschen Krankheit beim Menschen sehr ähnelt. Diese Substanzen haben in ihrer chemischen Zusammensetzung Ähnlichkeit mit verschiedenen Pfli:mzenschutzmitteln. Aber bis heute konnte nicht nachgewiesen werden, dass durch Pflanzenschutzmittel oder ähnliche Substanzen die parkinsonsche Krankheit ausgelöst wird.

Stoffwechselprodukte

Im Rahmen des natürlichen Stoffwechsels der Zellen entstehen auch ,,Abfallprodukte", die unter bestimmten Bedingungen Nervenzellen schädigen können. Es wird vermutet, dass auch bei der Entstehung der parkinsonsC,hen Krankheit einige dieser Abfallprodukte des Stoff~ wechsels eine Rolle spielen. Die genauen Zusammenhänge sind aber noch nicht vollständig geklärt.

Erbliche Einflüsse

Es wurde in den vergangenen Jahren sehr gegensätzlich darüber diskutiert, ob die parkinsonsche Krankheit erblich ist. Es gibt zwar einige wenige Familien, in denen das Parkinson-Syndrom eindeutig von einer Generation auf die andere weiter vererbt wird. Die Krankheitssymptome und der Krankheitsverlauf bei diesen Patienten unter- . scheiden sich aber von dem "normaler" Parkinson-Patienten. Es handelt sich deshalb um zwei ähnliche, aber dennoch verschiedene Krankheiten. Auch bei eineiigen Zwillingsgeschwistern von Parkinson-Patienten konnte keine Häufung der Krankheit festgestellt werden.

Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass in Familien von Parkinson-Patienten die Krankheit - wenn auch nur geringfügig - häufiger auftritt. Dies kann aber auch damit zusammenhängen, dass in diesen Familien aufgrund der Kenntnis des Krankheitsbildes - die Krankheit früher und häufiger erkannt wird.

Insgesamt kann man deshalb feststellen, dass die parkinsonsche Krankheit im engeren Sinn nicht erblich ist. Das bedeutet, dass Sie keine Befürchtungen haben müssen, dass Ihre Kinder auch an Parkinson erkranken werden. Die Wahrscheinlichkeit, die parkinsonsche Krankheit zu bekommen, liegt bei insgesamt etwa 1 zu 1000 - unabhängig davon, ob Familienangehörige erkrankt sind oder nicht.

1.3 Häufigkeit

Man schätzt, dass in der Bundesrepublik Deutschland bis

zu 200 000 Menschen an der parkinsonschen Krankheit leiden. Jedoch nur etwa die Hälfte von ihnen wird auch behandelt. Dabei gehört die parkinsonsche Krankheit mittlerweile zu den am besten behandelbaren neurologischen Krankheiten.

Krankheitsbeginn

Die Krankheit beginnt meistens erst zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr (Abb. 4). Ein Grund für diesen relativ späten Krankheitsbeginn ist der auch bei den Erkrankten meist nur langsam voranschreitende Rückgang von Nervenzellen. Warum dennoch einige Menschen früher die Krankheitszeichen der parkinsonschen Krankheit entwickeln, ist unbekannt. In seltenen Fällen kann die Krankheit sogar schon sehr viel.früher beginnen - zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Man spricht dann von dem so genannten "Jugendlichen Parkinson".

1.4 Verlauf

Die parkinsonsche Krankheit ist eine langsam fortschreitende Erkrankung. Aber die Krankheit kann behandelt werden, auch wenn eine Heilung bislang nicht möglich

ist. Die Behandlung ist mittlerweile so gut, dass die Lebenserwartung des Betroffenen nicht beeinträchtigt

ist. Ihr Arzt wird Ihnen nach der DiagnosesteIlung einige Empfehlungen geben, wie Sie die Krankheitsbeschwerden bestmöglich in den Griff bekommen können. Dazu gehört zum einen die Behandlung mit Medikamenten. Wichtig ist dabei, dass die medikamentöse Therapie auf Sie persönlich abgestimmt wird. Denn jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente. Deshalb müssen Sie und Ihr Arzt bei jeder medikamentösen Einstellung auch i~mer etwas Geduld haben, ehe eine optimale Kontrolle Ihrer Beschwerden erreicht wird. Zumeist gelingt es jedoch schon zu Beginn der Erkrankung, die Beschwerden gut in den Griff zu bekommen.

Unabhängig davon sollten Sie jedoch auch aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun. Denn die parkinsonsche Krank-

heit beeinträchtigt den Bewegungsablauf. Und indem Sie Ihre Beweglichkeit ständig trainieren, können Sie sich diese auch langfristig erhalten. Ihr Arzt wird Ihnen dafür sicl:1erlich Übungshefte mitgeben. Falls er das noch nicht getan hat, fragen Sie danach. Sie können diese Übungshefte auch bei der dPV - Deutsche Parkinson Vereinigung - bestellen. Die Anschrift finden Sie im Anhang.

Ebenso wie jeder Mensch unterschiedlich auf die Behandlung anspricht, gibt es auch unterschiedliche Verläufe der Erkrankung. Mehrheitlich beobachtet man so genannte gutartige Verlaufsformen, bei denen die Patienten über viele Jahre hinweg nur gering ausgeprägte Krankheitssymptome zeigen und deshalb in ihrer Lebensführung und Leistungsfähigkeit kaum beeinträchtigt sind. Seltener treten schwerere Verlaufsformen auf, bei denen die medikamentöse Behandlung entsprechend aufwendiger und schwieriger ist. Es sind bisher leider noch keine Untersuchungen bekannt, die es von Anfang an ermöglichen, den Verlauf der Erkrankung sicher vorherzusagen. Eine solche Vorhersage ist in der Regel erst nach ein bis zwei Jahren der Beobachtung möglich.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass Sie, von heute an gerechnet, in drei bis acht Jahren bemerken werden, dass die Krankheitszeichen wieder verstärkt auftreten. Dies liegt daran, dass die Krankheit weiter voranschreitet und Sie medikamentös "neu eingestellt" werden müssen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie Ihre Behandlung durch intensive krankengymnastische Übungen von Anfang an unterstützen. Doch auch nach Ablauf dieses Zeitraums von drei bis acht Jahren wird Ihr Arzt in der Lage sein, Ihre Beschwerden wieder so in den Griff zu bekommen,

dass Ihre bisherige Lebensqualität weitgehend erhalten bleibt. Darüber hinaus wird die medizinische Forschung in fünf bis zehn Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit neue und noch wirksamere Medikamente zur Behandlung der parkinsonschen Krankheit entwickeln können. Es wird auch intensiv an operativen Behandlungstechniken gearbeitet, die zu einer weiteren Linderung der Beschwerden führen können.

 

Adressen wo Du kostenlose  Hilfe & Info bekommst:

 

www.parkinson-vereinigung.de

 

www.parkinson-treff.de

 

www.parkinson-club-u40.de

 


Posted: 12:58, 30.10.2006
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Video- Inuryasha & Kagome 2

Inuyasha und kagome 2

 


Posted: 12:41, 30.10.2006
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Spass - Video Nilpferd & Hund


Posted: 12:41, 30.10.2006
Kommentare (0) | Link

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